Freie Landschaft

Bei der Aussat oder Anpflanzung in der freien Natur muss man sich natürlich an die Umweltschutzvorgaben halten. So ist es nicht erlaubt, invasive oder exotische Arten in der freien Natur auszubringen. Selbst Samenmischungen für den Garten sind nicht zulässig. Ab 2020 dürfen in der freien Natur außerhalb von landwirtschaftlichen Flächen nur noch gebietseigene Pflanzen bzw. Samen ausgebracht werden. Dies gilt sowohl für Stauden und Gehölze, als auch Samen. Um die Artenveilfalt zu erhalten, ist dies unbedingt zu berücksichtigen.

Ein typischer Fall einer invasiven Art, die in die freie Natur ausgebracht wurde, ist das drüsige oder indische Springkraut. Mittlerweile hat es sich fast überall in Deutschland verbreitet, an feuchten Standorten verdrängt es durch seinen wuchernden Wuchs ganze Pflanzengemeinschaften. Dabei ist das drüsige Springkraut ein sehr wertvoller Nektar- und Pollenlieferant, es blüht von Juni bis Oktober, wenn bei uns in der freien Natur fast nichts mehr blüht. Leider gibt es keine heimischen auf diese Pflanze spezialisierten Wildbienen, nur die Honigbienen und Hummeln können diese Nahrungsquelle nutzen. Eingeführt wurde das indische Springkraut als Bienenfutterpflanze bereits 1839 in England und es verbreitete sich von dort aus über ganz Europa.

Desweiteren sollte es stets das Ziel sein, den Blühzeitraum vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein durch geschickte Pflanzen- bzw. Samenauswahl abzudecken.

Indisches Springkraut