Gebietseigen

Gebietseigen bedeutet, dass Pflanzen dem Gebiet eigen sind, das heißt, dass sie in freier Natur in diesem Lebensraum vorzufinden sind. Sie sind in diesem Gebiet heimisch. Diese Pflanzen dürfen in der freien Natur ausgesät werden.

Gebietsfremde Pflanzen, also Pflanzen, die nicht in dem Gebiet heimisch sind, dürfen in der freien Landschaft außerhalb von Ortschaften nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde ausgesät werden. Ab 2020 soll es sogar so weit gehen, dass man selbst mit Genehmigung keine gebietsfremden Pflanzen mehr aussäen bzw. anpflanzen darf. Erlaubt sind dann nur noch gebietseigene Pflanzen.

Dieses Gesetz tritt in Kraft, weil gebietsfremde Pflanzen eine Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen oder einzelnen Arten bedeuten könnten. Da sie nicht zum Lebensraum und der Artenvielfalt der Gegend bzw. des Gebietes gehören, können sie sogar andere gebietseigene Arten verdrängen, weil diese die neue Art nicht gewohnt sind. Das sieht man bei vielen eingewanderten Arten. Nachzulesen in § 40 Abs. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).