{"id":251,"date":"2022-11-14T15:01:30","date_gmt":"2022-11-14T15:01:30","guid":{"rendered":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/?page_id=251"},"modified":"2022-11-24T15:48:43","modified_gmt":"2022-11-24T15:48:43","slug":"bestaeubende-insekten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/?page_id=251","title":{"rendered":"Best\u00e4ubende Insekten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"582\" src=\"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Raupenfliege1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59\" srcset=\"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Raupenfliege1.jpg 700w, https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Raupenfliege1-300x249.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt sehr viele Insekten, die Bl\u00fcten besuchen und sich von Nektar ern\u00e4hren. Diese kann man grob in zwei Gruppen einteilen: Die <strong>best\u00e4ubungsunt\u00fcchtigen Besucher <\/strong>und die <strong>Best\u00e4uber.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den <strong>best\u00e4ubungsunt\u00fcchtigen Bl\u00fctenbesuchern<\/strong> geh\u00f6ren Insekten mit meist kauend-leckenden Mundwerkzeugen. Sie ern\u00e4hren sich als ausgewachsene Tiere von Nektar, ihre Larven werden aber nicht mit eiwei\u00dfhaltigen Pollen gef\u00fcttert, sondern sind Fleischfresser. Zu diesen Insekten geh\u00f6ren die meisten K\u00e4fer, Fliegen, Schlupf-, Grab-, Blatt- und Wegewespen und auch etliche soziale Wespen, wie die Gemeine und die Deutsche Wespe. Der Pollen bleibt unter Umst\u00e4nden auch bei diesen Insekten am K\u00f6rper h\u00e4ngen, aber eine relevante Best\u00e4ubungsleistung ist nicht festzustellen, es handelt sich hier um ein reines Zufallsprodukt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Best\u00e4uberinsekten<\/strong> haben meist leckend-saugende Mundwerkzeuge und ein pollenspeicherndes Haarkleid. Bei vielen Bienen hat sich ein spezieller Pollensammelapparat entwickelt. Die Best\u00e4uberinsekten tragen den Pollen zu ihren Nistpl\u00e4tzen, um den Nachwuchs mit dem eiwei\u00dfhaltigen Pollen zu ern\u00e4hren. Durch diese Sammelt\u00e4tigkeit kommt es erst zu einer systematischen und wirkungsvollen Best\u00e4ubung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man kann die Best\u00e4uberinsekten v.a. die Bienen anhand ihrer Sammeltechnik gliedern. So gibt es Bauch-, Hinterleibs-, Bein- und Schienensammler.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den <strong>Bauchsammlern<\/strong> geh\u00f6ren Tiere der Gattungen Osmia (Mauerbienen), Megachile (Blattschneider und M\u00f6rtelbienen) und Anthidium (Wollbienen). Sie fegen mit zitternden Bewegungen \u00fcber die Bl\u00fcten und ihre Staubgef\u00e4\u00dfe und f\u00fcllen so die dichten Bauchb\u00fcrsten mit Pollenk\u00f6rnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Hinterleibssammler<\/strong>, zu denen die Spiralhornbienen der Gattung Systropha geh\u00f6ren, w\u00e4lzen sich in Trichterbl\u00fcten, z. B. Winden, um in den Haaren des Hinterleibs und der Beine Pollen aufzusammeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beinsammler<\/strong> hingegen sammeln den Pollen mit den Haaren an ihren Beinsegmenten. Zu ihnen geh\u00f6ren Sand-,&nbsp; Furchen- und Hosenbienen. Hosenbienen strampeln sich die Pollenk\u00f6rner in die relativ langen Haare der Beine und sie k\u00f6nnen so mehr als die H\u00e4lfte ihres Eigengewichtes an Pollen transportieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den <strong>Schienensammlern<\/strong> geh\u00f6ren viele stachellose Bienen, Goldbienen, Hummeln und die Honigbienen. Die Schwebebienen (Melitturga) befeuchten den Pollen mit Nektar aus ihrem Mund und kleben sich den Brei in einem breiten Ring um die Hinterbeinschiene. Pelzbienen (Anthophora und Amegilla) dr\u00fccken sich die Masse in die Schienen und Fersenb\u00fcrsten. Sie geh\u00f6ren ebenso zu den Schienensammlern, wie alle h\u00f6heren Bienen, die Pollenk\u00f6rbchen an den Schienen der Hinterbeine entwickelt haben. Diese K\u00f6rbchen sind kahle, etwas hohle, von eingebogenen Borsten umgebene Fl\u00e4chen an den Hinterschienbeinen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Honigbienen haben das Pollensammeln perfektioniert.<\/strong> Beim Bl\u00fctenbesuch wird die \u00fcberall behaarte Biene mit Pollenk\u00f6rnern regelrecht \u00fcberpudert. Dann reinigt sie sich mit den an der Innenseite des ersten Tarsengliedes eines jeden Beines sitzenden B\u00fcrsten. Das Material, das die Biene mit Nektar aus dem Mund befeuchtet, wird in die sehr aufnahmef\u00e4higen B\u00fcrsten der Hinterbeine gegeben. Dort wird der Pollen durch Reiben der Hinterbeine mit den Querk\u00e4mmen der Schienenenden ausgek\u00e4mmt und gelangt unter Druck eines durch Gelenkbewegungen in T\u00e4tigkeit versetzten Zahnes zwischen Schiene und Tarse (Fu\u00df) an der Au\u00dfenseite ins Pollenk\u00f6rbchen. Hier wird der Pollen h\u00f6her und h\u00f6her geschoben, je mehr Pollen von unten nachgeschoben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Soziale Bienen legen gro\u00dfe Vorr\u00e4te f\u00fcr ihre Brut und sich selbst an, Solit\u00e4rbienen nur einen kleinen rundlichen f\u00fcr den Nachwuchs bemessenen Pollenballen. (Walter Linsenmaier, &#8220;Knaurs Gro\u00dfes Insektenbuch&#8221;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sehr viele Insekten, die Bl\u00fcten besuchen und sich von Nektar ern\u00e4hren. Diese kann man grob in zwei Gruppen einteilen: Die best\u00e4ubungsunt\u00fcchtigen Besucher und die Best\u00e4uber. 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