{"id":327,"date":"2022-11-24T16:01:20","date_gmt":"2022-11-24T16:01:20","guid":{"rendered":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/?p=327"},"modified":"2022-11-24T16:01:21","modified_gmt":"2022-11-24T16:01:21","slug":"hummeln-lebensweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/?p=327","title":{"rendered":"Hummeln Lebensweise"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"637\" src=\"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/gartenhummel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-149\" srcset=\"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/gartenhummel.jpg 700w, https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/gartenhummel-300x273.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Arbeiterinnen, Drohnen und die alte K\u00f6nigin im Herbst sterben, verlassen die jungen begatteten K\u00f6niginnen das Nest und suchen sich in der N\u00e4he Stellen mit lockerem Erdreich, das mit Laub bedeckt ist, und graben sich ein. Das Laub ist f\u00fcr die in Winterstarre fallenden K\u00f6niginnen im Fr\u00fchjahr sehr wichtig, da es den Boden beschattet und so verhindert, dass die Sonne bereits sehr fr\u00fch im Jahr das Erdreich aufw\u00e4rmt und so die K\u00f6niginnen weckt. Bei manchen Hummelarten verbringen die\u00a0K\u00f6niginnen den Winterr sogar zu zweit in einem Grabloch, eng aneinander gekuschelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hummeln sind k\u00e4lteunempfindlicher als Bienen und fliegen bereits ab 2 \u00b0C. Sie k\u00f6nnen t\u00e4glich bis zu 18 Stunden fliegen. Bienen hingegen fliegen erst ab 12 \u00b0C Au\u00dfentemperatur, ein wichtiger Unterschied f\u00fcr alle Fr\u00fchbl\u00fcher. Im zeitigen Fr\u00fchjahr bereits Mitte M\u00e4rz erwachen die K\u00f6niginnen der kurzr\u00fcsseligen Hummelarten (Erdhummel, Baumhummel), die im flachen Erdreich \u00fcberwintern. Die langr\u00fcsselligen Arten (Acker-, Garten- und Waldhummeln) sind w\u00e4rmeliebender, sie \u00fcberwintern tiefer im Boden und erwachen erst zwischen Mitte April und Mitte Mai.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6niginnen beginnen umgehend mit der Futtersuche. Den Nektar ben\u00f6tigen sie sofort als Treibstoff, der in den ersten Flugtagen gesammelte eiwei\u00dfhaltige Pollen dient dazu, dass sich die Eierst\u00f6cke z\u00fcgig ausbilden. Dann beginnt die K\u00f6nigin mit der Nestsuche. Man kann sie gut beobachten wie sie dicht \u00fcber dem Boden umherfliegt und L\u00f6cher, Ritzen und Eing\u00e4nge im Erdreich und zwischen Steinen inspiziert. Die Nestauswahl ist f\u00fcr das \u00dcberleben des zuk\u00fcnftigen Hummelvolkes entscheidend und dementsprechend sorgf\u00e4ltig geht die junge K\u00f6nigin vor. Manchmal kann es sogar bis zu zwei Wochen dauern, bis die K\u00f6nigin einen passenden Nistplatz gefunden hat. Der Neststandort h\u00e4ngt von der jeweiligen Hummelart ab und kann sowohl unterirdisch, in verlassenen M\u00e4usel\u00f6chern oder in Hohlr\u00e4umen unter Moos und zwischen Steinen liegen, als auch oberirdisch in Baumh\u00f6hlen, Vogelnestern, Nistk\u00e4sten oder Gartenh\u00e4usern. Das wichtigste Kriterium bei der Nistplatzsuche, es muss trocken und gesch\u00fctzt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat sich die K\u00f6nigin entschieden, sammelt sie Baumaterial, d\u00fcrre Halme, Tierhaare, Moos und Federn und baut daraus eine feste dichte Kugel. In der N\u00e4he des Nesteingangs errichtet die K\u00f6nigin einen Honigtopf aus Wachs, den sie mit Nektar bef\u00fcllt, um Schlechtwetterperioden und kalte N\u00e4chte \u00fcberstehen zu k\u00f6nnen. Dann legt sie in der Mitte des Nestes einen Brei aus Pollen und Nektar ab und legt darauf 8 bis 16 Eier. Dar\u00fcber errichtet sie aus Wachs eine luftdurchl\u00e4ssige Haube und setzt sich obenauf, um die Brut mit W\u00e4rme zu versorgen. Nach 3 bis 5 Tagen schl\u00fcpfen die Larven und ern\u00e4hren sich vom Nektarpollenbrei. Ab und zu \u00f6ffnet die K\u00f6nigin die Gemeinschaftszelle, um den Nahrungsvorrat aufzuf\u00fcllen. Die K\u00f6nigin ern\u00e4hrt sich in dieser Zeit von Nektar und kann in kalten Fr\u00fchjahrsn\u00e4chten den gesamten Honigtopfvorrat verbrauchen, um gen\u00fcgend Energie zum Br\u00fcten zu haben. Tags\u00fcber muss sie immer wieder den Honigtopf auff\u00fcllen und Pollen und Nektar f\u00fcr die Brut heranschaffen. Nach ca. 8 Tagen verpuppen sich die Larven einzeln und sprengen so die Wachsh\u00fclle der Brutzelle. Das Nest wird umgehend erweitert und 3 Wochen nach Nestgr\u00fcndung schl\u00fcpfen die ersten Arbeiterinnen. Sie \u00fcbernehmen sofort den Nestausbau und die Nahrungssuche. Die K\u00f6nigin widmet sich ab sofort nur noch dem Eierlegen. Die Arbeiterinnen legen an den Kokons der gerade verpuppten neuen Brut immer mehr Wachszellen an. Die Puppen helfen so mit, die neuste Brut zu w\u00e4rmen. Die Kuppel wird immer weiter erweitert und innen mit Honig und Wachs abgedichtet. So kann eine Nesttemperatur von 32 \u00b0C und eine Luftfeuchtigkeit von 70 % aufrecht erhalten werden. Im Sommer, wenn die Volksst\u00e4rke je nach Art auf 50 bis 600 Tieren angewachsen ist, wird mit der Aufzucht von Geschlechtstieren begonnen (Drohnen, Jungk\u00f6niginnen).<\/p>\n\n\n\n<p>Die ausgewachsenen Drohen verlassen das Nest ohne wiederzukehren. Sie umfliegen je nach Art spezifische Bereiche in der Landschaft (Baumkronen, Strauchkronen, Wiesen oder den Boden), oft wochenlang und begatten vorbeikommende paarungsbereite Weibchen. Die Begattung findet auf dem Boden statt. Die begatteten Weibchen fressen sich ein Fettpolster an und suchen bereits im Sommer, manche Arten schon im Juli einen geeigneten \u00dcberwinterungsplatz auf. Je nach Art und Standort gr\u00e4bt sich die K\u00f6nigin zwischen 5 bis 20 cm tief ein und erstarrt. So kann sie Temperaturen bis zu \u201319 \u00b0C \u00fcberleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Arbeiterinnen, Drohnen und die alte K\u00f6nigin im Herbst sterben, verlassen die jungen begatteten K\u00f6niginnen das Nest und suchen sich in der N\u00e4he Stellen mit lockerem Erdreich, das mit&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/?p=327\"><span class=\"screen-reader-text\">Hummeln Lebensweise<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327"}],"collection":[{"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=327"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":328,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions\/328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bluehendes-bad-camberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}